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Mann und Frau – So verschieden?

Die historische Perspektive des Mannes als Jäger und Sammler, konkurrierend mit anderen Männern um Nahrung, Ressourcen und Frauen und mit geringen Investitionen in die Erziehung der Kinder, ist konsistent mit der Entwicklung von speziell männlichen Eigenschaften wie Aggression, Konkurrenz und Raumvorstellung. Bei Frauen standen wahrscheinlich Kindererziehung und die Fähigkeit, in einer kooperativen Gemeinschaft zu überleben, im Vordergrund, was die Herausbildung von kommunikativen und sozialen Fähigkeiten beförderte.
Bis vor einigen Jahrzehnten galt diese Sichtweise als allgemeingültige Wahrheit. Aber ist das wirklich (noch) so?
Denn: Ob wir ein Verhalten als typisch männlich oder typisch weiblich einschätzen, resultiert daraus, wie wir es wahrnehmen und bewerten. Der typische Mann hat seine Emotionen unter Kontrolle, ist zielstrebig, ehrgeizig und durchsetzungsstark. Die Frau gilt als emotional, sozial orientiert, sicherheitsbedürftig und intuitiv.
Das gilt nur noch in Ausnahmefällen. Viele Männer arbeiten in der Altenpflege, als Hausmänner, Verkäufer oder Kindergärtner. Frauen sind MMA-Kämpferinnen, fahren Autorennen, sind Vorstandsvorsitzende oder  Bundeskanzlerin.

Ist das positiv? Natürlich! Ist es problemlos? Natürlich nicht.

Wir werden uns in diesem Seminar den Problemen dieser Veränderungen widmen und mit ihnen arbeiten. Wir werden die Unterschiede in den seelischen Bereichen herausfiltern und geschlechtsspezifisch bearbeiten. Wir werden die Auswirkungen der Geschlechtsunterschiede auf die Paarbeziehung sehen und erfahren.
Und wir werden, dem heutigen wissenschaftlichen Stand entsprechend, die GEMEINSAMKEITEN von Frau und Mann herausarbeiten und benennen. Wir werden Wege finden, wie Frau und Mann wirklich gleichberechtigt und auf Augenhöhe miteinander umgehen und ihr Leben meistern können.